Dr. Eckart von Hirschhausen tanzt

Im Sommer haben wir Sonne getankt und unseren Energiespeicher aufgeladen. Diesen Schwung jetzt mit in die kalte Jahreszeit nehmen – wie geht das? Einfach in den Winter tanzen! Die rhythmische Bewegung zu zweit bringt Fitness und Freude, aktiviert Hirn und Muskeln und schüttet Glückshormone aus.
Einer, der als Mediziner um den Wert des Tanzens weiß, ist Moderator Dr. Eckart von Hirschhausen. Er hat einen Tanzkurs belegt und Westcoast Swing gelernt. Sein Fazit: "Tanzen schützt vor Alzheimer. Kein Wunder, Tanzen ist gerade für uns Männer mentale Schwerstarbeit. Du musst wissen, wo deine Beine sind, wo die Beine der Dame sind, und wo in der Musik der nächste Takt anfängt. Und dabei noch lächeln! Puh."
Der Selbstversuch war ein massives Plädoyer für den Tanz an sich. In einem Interview hatte der Mediziner-Moderator beklagt: "Eigentlich müssten wir im Erwachsenenalter nicht mühselig tanzen lernen, wenn wir es uns nicht vorher abgewöhnt und verlernt hätten. Kinder, die viel tanzen, sind im räumlichen Denken besser und in vielen sozialen Fähigkeiten."
Nichts Neues für Tänzer und Tanzlehrer: Gesundheit und Tanzen verhalten sich wie zwei Seiten einer Medaille zueinander. Tanzen verbindet soziale, erotische, sportliche und kognitive Elemente. Der Gleichgewichtssinn wird geschult und die Koordination ist allerbestes Gehirnjogging.
Moderator von Hirschhausen weiß von einer Langezeitstudie, wonach regelmäßiges Tanzen das Demenzrisiko um 76 Prozent senke. In einem Interview erklärte von Hirschhausen das Phänomen mit wenigen Worten: "Wir bewegen unseren eigenen Körper und den eines anderen, lernen neue Tanzschritte, trainieren die Koordination auf dem Parkett, der soziale Kontakt hellt unsere Stimmung auf, und wir hören Musik, die uns glücklich macht."
 
 

 

Telefonzeiten - anrufen auch noch nach 20 Uhr?

Manche meinen, im Smartphone-Zeitalter sei der Blick auf die Uhr überflüssig geworden, ehe sie telefonieren. Doch nach wie vor gilt, und zwar fürs Festnetz wie fürs Handy: Höfliche Menschen überlegen sich gut, wen sie wann "anklingeln". So bleibt es rücksichtsvoll, sich an die empfohlenen Kernzeiten zu halten, und in einem relativ fremden Privathaushalt wochentags ab frühestens 9:30 Uhr anzurufen - an Sonn- und Feiertagen erst ab etwa 11:00 Uhr -, sowie die Mittagszeit von 12:30 bis 15:00 Uhr auszusparen.
Die ehemals wegen der Tagesschau gesetzte Grenze von 20:00 Uhr passt allerdings nicht mehr zu den geänderten Lebensumständen der Jetztzeit. Und das nicht nur, weil sich heute jeder, wenn gewünscht, rund um die Uhr mit Nachrichten aller Art - auch im Fernsehen - versorgen kann. So sind zum Beispiel viele im Einzelhandel Tätige oder andere, die die dort angebotenen Öffnungszeiten zum Einkaufen nutzen, vorher entweder kaum zu erreichen oder haben weder Zeit noch Ruhe zum Telefonieren.
Somit gilt es nicht mehr als unhöflich, zwischen 20:00 und 21:00 Uhr einen Anruf zu tätigen. Der ADTV-Arbeitskreis Umgangsformen erachtet es allerdings als unerlässlich, als Erstes um diese Uhrzeit zu fragen: "Störe ich vielleicht gerade?" - was bei jedem Telefonat von Rücksichtnahme zeugt! -, oder direkt um Entschuldigung zu bitten.
Wenn es der angerufenen Person nutzt, außerhalb dieser empfohlenen Zeiten erreicht zu werden, oder wenn Sie die Lebensgewohnheiten beziehungsweise Vorlieben eines Menschen kennen, gibt es selbstverständlich Ausnahmen. Beispiele: Ein Termin morgens um 9:00 Uhr kann wegen Krankheit nicht eingehalten werden. Dann ist die entsprechende telefonische Information etwa eine Stunde vorher sicher angebracht, um einen unnötigen und deshalb vermutlich als Ärgernis empfundenen Weg zu vermeiden. Wissen Sie, dass jemand am liebsten sehr spät abends telefoniert, hebt das die 21:00-Uhr-Grenze natürlich auf. Und wenn Sie die wechselnden Arbeitszeiten von Bekannten kennen, ist es selbstverständlich, dass die am Vormittag empfohlenen Zeiten nach einer Nachtschicht keine Gültigkeit haben.
Gibt es seitens des Unternehmens keine Regelung, die eine telefonische Erreichbarkeit der Belegschaft an Wochenenden oder Feiertagen ausschließt, ist es bei beruflichen Angelegenheiten rücksichtsvoll, dies zu prüfen: Ist ein Anruf wirklich zwingend notwendig oder kann er auf den nächsten Werktag verschoben werden? Das gilt innerhalb des Kollegiums wie auch zwischen Vorgesetzten und Teammitgliedern.
 
 

 

Tanzen ist gesund!

Tanzen kann im Körper viel bewirken, uns beweglicher, flexibler, glücklicher und sogar klüger machen. Mediziner, Therapeuten und Psychologen haben das längst erkannt. Sie setzen Tanzen präventiv und als Therapie ein. Sogar bei Krankheiten, die als unheilbar gelten. Mit Erfolg. In Zusammenarbeit mit dem ADTV Tanzlehrer Lutz Jauch (aus Langen bei Bremen) erhebt der Neurologe Prof. Dr. Per Odin eine Studie über die Verlangsamung des Krankheitsverlaufs durch Bewegung. Der seit mehreren Jahren erkrankte Jauch bietet selbst Tanzkurse für von Parkinson Betroffene und ihre Angehörigen in seiner Tanzschule an.
Priorität hat natürlich die Prävention. Statistik und Straßenbild zeigen zurzeit in Deutschland und ganz Europa den Beginn einer gefährlichen Entwicklung: Es gibt immer mehr Übergewichtige Kinder und Jugendliche, manche bereits mit XXL-Figuren, begleitet von Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes, Rücken- und Gelenkschmerzen. Neben vernünftiger Ernährung fehlt ihnen vor allem eins: Bewegung!
Tanzen ist ein Bewegungstraining für alle Altersklassen. Sanft trainiert es Muskulatur und Ausdauer, bietet einen Ausgleich zu unserem zweckgebundenen, technisierten Alltag. Man kann beim Tanzen Gef�hle zeigen. Eine Studie der Uni Tübingen belegt, dass sich durch freie Bewegungen nachhaltig Depressionen, Ängste, zwanghaftes Verhalten und Stress verringern lassen. Bei wiederholten schwungvollen Bewegungen steigt der Serotoningehalt im Blut. Serotonin ist das Glückshormon, das für gute Stimmung sorgt und Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol abbaut: eine prima Stärkung für das Immunsystem. Eine holländische Studie weist aus, dass Tanzen überdies eine wirksame Vorsorge gegen Demenz ist. Das ergänzt sich mit einer Meldung, die dieser Tage in vielen Zeitungen zu lesen war. Alte Menschen, die sich einsam fühlen, erkranken statistisch gesehen eher und nachhaltiger an Demenz.
"Zu einer wichtigen Erkenntnis der letzten Zeit gehört auch, dass Tanzen und andere rhythmische Bewegungsübungen offenbar den altersbedingten kognitiven Abbau aufhalten, bzw. verlangsamen können." So der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie, Martin Haupt.
Tanzen ist viel mehr als nur eine angenehme Freizeitbeschäftigung. Es kann dazu beitragen, fit und gesund von klein auf an bis ins hohe Alter zu sein. Wellness, sozusagen Fitness light, mache das Bewegungsangebot der Zukunft aus, prognostiziert der österreichische Trend- und Freizeitforscher Prof. Zellmann. Und liegt damit auf einer Linie mit den Tanzschulen des Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverbandes (ADTV).
Nicht die Leistung, sondern der Spaß an Bewegung stehe im Vordergrund, betont auch Cornelia Willius-Senzer, Präsidentin des ADTV: Tanzen soll als bereicherndes, stärkendes Angebot im Freizeitbereich erlebt werden, das außerdem noch positive, gesundheitsfördernde Nebeneffekte mit sich bringt. "Die ADTV Tanzlehrerinnen und Tanzlehrer verstehen sich als Pädagogen, als Lehrerinnen, weniger als Trainer. Sie orientieren sich in erster Linie an den Bedürfnissen der Menschen, die zu ihnen in die Tanzschule kommen, nicht an Leistungsvorgaben. Ihr Ziel ist es, dass die Menschen sich beim Tanzen positiv selbst erleben können."
Rund zwei Millionen jüngste, junge und jung gebliebene Tanzbegeisterte suchen jedes Jahr ihr Tanzerlebnis in einer der 750 ADTV Tanzschulen. Sie sind damit gut beraten. Denn: Tanzen ist Bewegung, die gesund und glücklich macht.
(Quelle: ADTV)